Okt 092017
 

Am 30sten September (bzw. einen Tag später) machten sich 13 Taucher (Diana, Estelle, Petra B., Petra K., Max, Philipp, Frank, Alfred, Burkhard, Thorsten, Andreas L, Andreas O. Andreas W.), aus Hessen (die Mehrzahl aus Hanau zwecks Vereinsfahrt) auf, um in Giens/ Südfrankreich zu tauchen. Die meiste Zeit der etwa zwölfstündigen Anfahrt regnete es heftig und wir befürchteten schon, dass unsere Tauchfahrt buchstäblich ins Wasser fällt. Das Wetter in Südfrankreich stellte sich dann aber als sommerlich heraus, mit viel Sonne und Wassertemperaturen um 20 °C. Nur einen Tag war das Wetter (bei bestem Sonnenschein) zu stürmisch um zu tauchen. Als Unterkünfte haben wir Mobilhomes auf dem Campingplatz La Tour Fondue, gewählt. Diese eigneten sich vorzüglich zur preiswerten Unterbringung von den Tauchern, ganz in der Nähe (100m) von der Füllstation und vom Hafen. Trotzdem fanden einige unserer mittauchenden Damen die Entfernung, vor allem mit schwerem Tauchgepäck auf dem Rücken, zu weit.
Zur logistischen Unterstützung sicherten wir uns die Dienste der Tauchbasis von Hansi Hähner (divingiens.com). Leider stellte sich schon früh im Jahr heraus, dass sich wohl viele Taucher entschieden haben, genau die erste Woche im Oktober als Termin zu wählen, um wegen des deutschen Feiertages einen Urlaubstag zu sparen, so dass die Basis von Hansi bereits ausgebucht war. Glücklicherweise ermöglichte Hansi mit Hilfe einer befreundeten französischen Basis unsere Tauchenmöglichkeit. Als zusätzlichen Service fuhr er sogar jeden Tag mit uns zu den Tauchplätzen und überließ sein eigenes Boot seiner Geschäftspartnerin Gigi. Die Briefings waren somit in deutscher Sprache, was unserer Gruppe sehr entgegen kam. Nach dem obligatorischen Checktauchgang (Escampo – Gorgonien, Scorpionsfische,…) um die richtige Bleimenge zu bestimmen, folgte ein interessanter Tauchgang an der Anse aux Ble – rote Korallen, Langusten,… Am nächsten Morgen folgte dann ein weiterer Checktauchgang am Sec Langoustier (Muränen, Conger, …) für unsere neuangekommenen Freunde. Am Nachmittag stand dann das Tauchen in den Meeresgrotten auf dem Plan. Einige Freunde entschlossen sich langsam einige Höhlen zu erkunden, während andere es schafften in der einen Stunde vier Höhlen zu betauchen. Am nächsten Morgen folgte ein Tauchgang zur Donator, einem der bekanntesten Wracks im Süden Frankreichs. Das Deck liegt auf 40 Meter und ist wunderschön mit Gorgonien bewachsen und dient einer Unzahl von Fischen als Unterkunft. Für einige Teilnehmer war dies der bislang tiefste Tauchgang und sie sahen zum ersten Mal ihren Tauchcomputer in den Dekomodus wechseln. Dank der guten Vorbereitung und ausführlichen Briefings kam es bei dem Abenteuer jedoch zu keinerlei Zwischenfällen. Am Mittwoch folgte eine Tagesfahrt nach Port Cros, eine Insel die nicht nur über Wasser unter Naturschutz steht, sondern wo auch die Unterwasserwelt geschützt ist. Beim Vormittagstauchgang an der Gabiniere, einem vorgelagerten Felsen, begegneten wir unzähligen großen Zackenbarschen. Zum Mittagessen und Flaschenfüllen machten wir im Hafen von Port Cros fest. Nach einem schmackhaften Mittagsmenue ging es dann am Nachmittag zum Highlight: einem Tauchgang an der Steilwand von Gabiniere. Dort beobachteten wir wieder viele Zackenbarsche und schwammen in der Mitte von Barakuda- und anderen Fischschwärmen. Der letzte Tauchgang am Donnerstag führte uns dann zum Wrack der Le Grec, das sich leicht in der vorgegebenen Grundzeit umrunden ließ, einen Blick auf das riesige Ruder, Schraube am Heck und die Laderäume ermöglichte. Auch dieser dekopflichtige Tauchgang wurde routiniert zu Ende geführt. Beim gemeinsamen abschliessenden Abendessen im Restaurant  La Boulliabaisse waren sich alle einig, dass wir eine schöne Zeit hatten und es sich lohnt wieder zu kommen.

Andreas W.

 

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